Was heißt "wissenschaftlich fundiert" beim 360° Feedback?

Erfahrungen und Erkenntnisse, die sich in der Praxis bewährt haben

Was in der Praxis funktioniert (und was nicht)

360-Grad-Feedback - wissenschaftlich fundiert (Praxisbezug)Im 360-Grad-Feedback werden verschiedene Management- und Führungskompetenzen bewertet. Zu fast allen Kompetenzen wie zum Beispiel Teamfähigkeit, Empathie, Vertrauen, Motivation, Umsetzungsstärke oder Verantwortungsbewusstsein gibt es ständig neue wissenschaftliche Studien darüber, was in der Praxis funktioniert und was nicht.

Weg von spekulativen oder "horoskopischen" Aussagen

Die Seite "Validierte Fragebögen" zeigt Beispiele für derartige Aussagen. Es sind häufig subjektive Eindrücke oder Idealvorstellungen einzelner Personen, die leider nicht viel weiter helfen. Wichtig sind vielmehr empirisch fundierte Erkenntnisse. Diese nutzen wir bei der Entwicklung der Fragebögen für ein 360-Grad-Feedback, für besondere Verhaltensinterviews und andere Testverfahren. Das meinen wir mit „wissenschaftlich fundiert“. Mit anderen Worten: Wir liefern "Best Practice".

Beispiel: Was ist Empathie?

Nehmen wir als Beispiel das Thema Empathie. Sie ist in vielen Berufen, vor allem bei Führungskräften oder Marketing- und Vertriebsmanagern erfolgskritisch. Nach dem allgemeinen Verständnis handelt es sich um eine Art Mitgefühl oder Einfühlungsvermögen. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung ist Empathie eine Kompetenz, die aus drei Teilkompetenzen besteht emotionale, rationale und soziale Empathie).

Dabei hat die emotionale Empathie („Einfühlungsvermögen“) den geringsten und soziale Empathie (Verstehen von Organisationen) den größten Einfluss auf den Führungserfolg. Das hat eine Befragung von 5.985 Teilnehmern ergeben.

Das ist ein Grund dafür, dass "gute" Verkäufer häufig als Führungskräfte nicht geeignet sind. Ausführlichere Informationen dazu findet man unter dem Link Empathie (mit Angaben zur Validität und Reliabilität). Siehe auch die Pressemitteilung "Soziale Empathie macht Führungskräfte umsetzungsstark."

Beispiel: Was ist Teamfähigkeit?

Teamfähigkeit wird oft verwechselt mit freundlichen Umgangsformen. In Wirklichkeit ist es die Fähigkeit, durch seine besonderen Persönlichkeitsmerkmale einen Beitrag zum Teamerfolg zu leisten. Ohne diese individuellen Stärken zu kennen wird man nicht viel bewirken. Ausführliche Informationen und einen Test dazu finden Sie unter "Teamfähigkeit".

Weitere Belastbare Erkenntnisse aus der Praxis

Weitere Beispiele für Fragen, auf die die empirische Forschung praktikable Vorschläge (Best Practice") erarbeitet hat:

  • Was muss ein Vorgesetzter konkret tun um als Vorbild wahrgenommen zu werden?
  • Wie schafft er eine Vertrauensbasis in seinen Beziehungen zu Mitarbeitern, Kollegen, Kunden oder Vorgesetzten?
  • Wie muss er ein Team zusammensetzen und führen, damit es die Ziele termingerecht umsetzt?
  • Welche Arten der Einflussnahme verändern das Verhalten der Mitarbeiter nachhaltig?
  • Wie kann man die Umsetzungskompetenz wirksam stärken?

Einzelheiten mit einer detaillierten Beschreibung des gesamten Prozesses bei der Durchführung eines 360-Grad-Feedback finden Sie auf den Seiten des Forschungsprojektes "360 Grad Feedback - aus den Erfahrungen der Besten lernen"